Dienstag, 18. April 2017

Photovoltaik Anlage: Amortisationsrechnung

Ich bin seit geraumer Zeit Mitglied einer Facebook Gruppe von Viebrockhaus Bauherren:

Facebook Gruppe Viebrockhaus Bauherren

Dies ist eine Gruppe nur für Viebrockhaus Bauherren und es werden hier Fragen den Bau betreffend, aber auch andere Themen rund um Viebrockhaus beantwortet. Eine immer wieder regelmäßig auftretende Frage ist: Rechnet sich eine PV Anlage und wenn ja, ab wann? Natürlich gibt es in der Gruppe die Mitglieder die sagen, lohnt sich nicht und auch die andere Fraktion, die eine PV Anlage haben und diese nicht missen wollen (so wie ich).

Ich habe mir bei der Planung des Hauses darüber natürlich auch so meine Gedanken gemacht und wäre eigentlich nie auf die Idee gekommen, mir keine PV Anlage aufs Dach zu setzen. Für mich gehörte die immer dazu, insbesondere auch deshalb, da die Wärmpumpe Strom braucht um Wärme zu erzeugen. Eine Amortisationsrechnung habe ich im Vorfeld natürlich nicht gemacht. Auf die Idee bin ich noch nicht einmal gekommen und auch Viebrock hat in dieser Beziehung nichts anzubieten. Das ist zugegebenermaßen nicht Ideal und man sollte annehmen, dass ein Hausbauer hier zumindest Rechenmodelle anbietet um sein Konzept zu untermauern.

Nun, wie auch immer. Ich will mit diesem Post hier versuchen das Thema etwas näher zu beleuchten. Auch werde ich versuchen dabei so neutral wie möglich zu bleiben, was mir natürlich schwer fallen wird. Ich bin von meiner Anlage bis dato überzeugt und bin auch froh diese mit dem Hausbau installiert zu haben. Dabei möchte ich betonen, dass die Berechnung die hier folgt nach bestem Wissen und Gewissen gemacht worden ist. Sicherlich ist sie nicht perfekt. Sollte ich einen groben Schnitzer in der Berechnung haben, so möchte ich den Leser einfach bitten mich zu kontaktieren.

Um das Thema ganzheitlich zu betrachten muss man auf der einen Seite Kosten beachten, die mit der Erstellung der Anlage und den Betrieb auf einen zukommen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch die Haben Seite wie das einspeisen des Stroms in das öffentliche Netz und den daraus resultierenden Ertrag den man von den Stadtwerken bekommt, aber auch die Ersparnisse die man hat, wenn man den Strom den man erzeugt selbst verbraucht.

Kosten

Investition: PV Anlage

Die PV Anlage war in unserem Hauspreis mit 2 Paketen von VBH veranschlagt. Ein Paket war die PV Anlage selbst, mit 5 kw/h Peak Nennleistung. Das zweite Paket war die Hausbatterie mit 2,8 kw/h Leistung. Diese Batterie wurde bei uns allerdings nie eingebaut. Wir haben von Viebrock eine Batterie von 3,5 kw/h eingebaut bekommen. Die kleinere Batterie wurde nicht mehr hergestellt, so dass wir die größere bekommen hatten, was uns natürlich gefreut hat. Beide Pakete haben zusammen 10890 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) gekostet.

Da wir aber auf eine Besteuerung nach Kleinunternehmer verzichtet haben, hat uns das Finanzamt im Jahr 2016 die Vorsteuer auf die PV Anlage zurückgezahlt. Wir haben damals von Viebrock eine Gesamtrechnung für die PV Anlage und die Batterie über 21.587,15 € bekommen. Darin waren 3446,69 Euro Mehrwertsteuer enthalten. Somit haben wir also statt 10890,00 € nur 7443,31 € bezahlt. das wirkt sich natürlich sehr positiv auf unsere Gesamtrechnung aus. Die 7443,31 € sind also letztendlich die Kosten, die ich durch den Betrieb der Anlage wieder rausholen muss.

Warum die Rechnung von VBH so hoch ausgefallen ist kann ich nur erahnen. Ich denke es ist immer eine Mischkalkulation die hier gemacht wird und ein Teil der Gewerke können nicht so einfach rausgerechnet werden. Hier sind ja Dachdecker, Elektriker und auch noch andere mit beteiligt. Des Weiteren war das damals auch ein Einführungsangebot der Greenline Pakete und war entsprechend attraktiv.

laufende Kosten:

Als laufende Kosten betrachte ich die Kosten, die im Laufe des Betriebes der Anlage auftreten. Dabei sind die Kosten durchaus getrennt zu betrachten. Die hier dargestellten Zahlen basieren auf das Jahr 2016. Dabei gibt es echte Kosten die auftreten. Hier würde ich zum Beispiel Kosten der Vorsteuer sehen, die wir an das Finanzamt abführen müssen, bzw. auch Zinsen die wir bezahlen, da die PV Anlage ja Teil des Hauses ist und somit auch irgendwie finanziert werden musste. Weiterhin fließen Fiktive Kosten mit in die Rechnung rein, wie Zinsen die mir potentiell entgehen würden, wenn ich das investierte Geld auf ein Tagesgeldkonto angelegt hätte, wobei wer macht das schon, einen Kredit aufnehmen und dann dieses Geld wieder schlechter verzinst anlegen.

Vorsteuer

Auf der einen Seite haben wir Kosten, wie die Vorsteuer die wir auf den Strom den wir an die Stadtwerke einspeisen, aber auch die Vorsteuer die wir auf den Eigenverbrauch an Strom an das Finanzamt abführen müssen. Das ist ein nicht ganz unmaßgeblicher Posten und muss mit in die Gesamtrechnung einfließen. Dabei ist die Berechnungsgrundlage durchaus unterschiedlich

Wir bekommen von den Stadtwerken 0,125€ pro kw/h netto. Darauf müssen von uns 19% Vorsteuer abgeführt werden. Im Jahr 2016 haben wir bei 1960 kw/h die wir an die Stadtwerke abgeführt haben 245 € netto erhalten und davon 46,55 € Vorsteuer abgeführt.

Weiterhin haben wir einen Eigenverbrauch von 2601 kw/h gehabt. Für diesen Eigenverbrauch hätten wir normaler weise 893,00 € (Brutto) bei unserem aktuellen Tarif bezahlen müssen. Das haben wir also gespart. Dummerweise muss man für den Eigenverbrauch auch Vorsteuer bezahlen. Somit haben wir auf die 893,00 Euro eine Vorsteuer von 142,62 an das Finanzamt abgeführt. Insgesamt haben wir also Umsatzsteuer über 189,17 an das Finanzamt abgeführt.

Zinsen Finanzierung PV Anlage

Wir haben unser Haus/Grundstück und alles zusammen zu ca. 30% über Eigenkapital finanziert. Somit habe ich die 70 Prozent von 7443,00 Euro als Basis für die jährliche Zinsbelastung genommen und mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 2 % berechnet. Dies würden für das Jahr 2016 dann 104,21 Euro an Zinsen ausmachen, die wir für die Finanzierung der PV Anlage bezahlen. Diese würden sich natürlich jedes Jahr minimieren, da ich ja auch den Kredit tilge. Aber dazu später noch einmal mehr.

entgangene Zinsen PV Anlage

Technisch gesehen hätte ich das Geld für die PV Anlage auch anlegen können und dafür Zinsen bekommen. Natürlich würde das Geld für irgendeinen anderen Posten während des Hausbaus drauf gehen, aber wie auch immer. Ich werde diesen Posten mit rein nehmen, da ich jetzt schon die Kritiker höre die sagen, aber das Geld hättest du ja auch anlegen können (obwohl das natürlich niemand machen würde, ein Kredit aufnehmen und dann dieses Geld wieder schlechter verzinst anlegen). Hierfür habe ich einen fiktiven Prozentsatz von 1 % angenommen. Ich denke das wäre durchaus ein Zinssatz der als Tagesgeldkonto durchaus realisierbar wäre. Das wären dann noch mal 52,10 Euro auf der Kosten Seite.

Wartung

PV Anlagen müssen ja auch gewartet werden, wobei sie eigentlich zu Anlagen gehören, die als wenig Wartungsaufwändig zählen. Unter Wartung zählt ja unter anderem auch Reinigung (Bemoosung) oder auch entfernen von Laub und ähnliches, aber auch eine technische Sichtkontrolle. Leider habe ich keine Referenz für die Kosten einer Wartung. Die Anfrage an VBH diesbezüglich lief  mehr oder weniger ins Leere. Die Aussage war, so lange sie Garantie drauf haben (10 Jahre), brauchen Sie keine Wartung. Na super. Ein anderer Bauherr hat wohl bereits eine PV Anlage woanders verbaut und hier waren dann 60€ Netto pro Jahr fällig. Diesen Wert habe ich mal als Referenz übernommen und in meine Rechnung einfließen lassen.

Nutzungsentgelt

Der Energieversorger dessen Leitung man für die Einspeisung des Stroms benutz bekommt auch einen kleinen Obolus von uns. Hier werden pro Jahr 30,00 brutto (25,21 € Netto) dafür fällig, das wir seine Leitung zum Einspeisen nutzen dürfen und er uns ein entsprechendes Messgerät (Zähler) zur Verfügung stellt.

Somit verlasse ich das Thema Kosten erst einmal und wir kommen zu den positiven Punkten:

Erträge/Steuerliche Sondereffekte

Hier fließen nicht nur die Erträge ein, sondern auch steuerliche Sondereffekte (Abschreibungen), die man bei dem Betrieb der PV Anlage berücksichtigen muss. Die einmalige Rückzahlung der Vorsteuer für die PV Anlage habe ich bereits weiter oben erwähnt. Diese wird hier nicht weiter berücksichtigt.

Ertrag Strom

Wir haben 2016 4964  kw/h Strom erzeugt. Davon haben wir 2601 kw/h selbst verbraucht. Dies ergibt eine Eigenverbrauchsquote für das gesamte Jahr von ca. 52,4 %. Den Ertrag schlüssele ich für meine Gesamtrechnung folgendermaßen auf:

Einspeisung Stadtwerke

1960 kw/h haben wir an die Stadtwerke abgegeben und dafür 0,125 € pro kw/h bekommen. Das machen dann 245,00 € Netto.

Eigenverbrauch Strom

2601 kw/h haben wir selbst verbraucht. Darin ist der Eigenverbrauch über die Batterie (711 kw/h) als auch der direkte Eigenverbrauch (1890 kw/h) enthalten. Hätten wir diese 2601 kw/h über die Stadtwerke bezogen, dann müssten wir für diesen Strom 750,62 Euro bezahlen.

Steuerliche Sondereffekte

Im Rahmen unserer Einkommensteuererklärung mache ich auch eine Gewinn- und Verlustrechnung über den Betrieb der PV Anlage als Kleinunternehmer. Dabei werden die Erträge aus dem Betrieb der PV Anlage aber auch die Verluste/Abschreibungen der Anfangsinvestition gegen gerechnet. Steuerlich gesehen wird die PV Anlag in den nächsten 20 Jahren immer eine Verlustrechnung sein. Das resultiert daraus, dass ich die PV Anlage ja auch abschreiben kann und somit eigentlich immer im Minus lande. Das wirkt sich dann aber auch positiv auf meine Einkommensteuer aus. Ich habe mit meinem WISO Programm meine Einkommensteuer für das Jahr 2016 mal mit und mal ohne PV Anlagenbetrieb berechnen lasse. Allein durch den Betrieb der PV Anlage  habe ich eine steuerliche Ersparnis von 225,00 € pro Jahr, was sich natürlich positiv auf meine Armotisationsrechnung auswirkt.

So, damit bin ich mit meiner Aufstellung am Ende. Um das Ganze mal etwas übersichtlicher zu gestalten. habe ich die Kosten in einer Soll/Haben Übersicht aufgelistet. Dabei habe ich 2 Übersichten erstellt.

Die erste Übersicht beinhaltet alle Posten, die hier aufgezählt worden sind, also auch die Posten in Bezug auf die Finanzierung der PV Anlage und potentielle Zinsen die mir entgangen sind. Bei der zweiten Übersicht habe ich die Punkte Zinsen weggelassen. Ich denke, das Geld hätten wir sicherlich irgendwo anders versenkt und hätten dann die Zinsen für etwas anderes bezahlt. Das gleiche gilt meiner Meinung nach für die Zinsen die wir bekommen hätten, wenn wir das Geld für die die PV Anlage auf einem Tagesgeldkonto angelegt hätten. Auch das ist meiner Meinung nach nur ein theoretischer Wert. Jeder der mal gebaut hat weiß genau, dass am Ende nichts übrig bleibt und jeden Cent in ein anderes Projekt steckt und als letztes auf ein Tagesgeldkonto packt.


Amortisation Übersicht 1, inkl. aller aufgeführten Posten


Nach dieser Berechnung hat sich unsere Investition in die PV Anlage nach ca. 9 Jahren und 2 Monaten amortisiert.

Amortisation Übersicht 2, exklusive Zinsen


Nach dieser Berechnung hat sich unsere Investition in die PV Anlage nach knapp 8 Jahren amortisiert.

Wer nun bis hierher durchgehalten hat, Herzlichen Glückwunsch...ich bin bald am Ende... :-)

Ein paar Anmerkungen noch zu den einen oder anderen wichtigen Punkt:

1. Leistungseinbußen durch Vermoosung/Verdrecken der PV Panels
Wir haben unsere Anlage jetzt seit 2,5 Jahren auf unseren Dach und konnten bisher kaum bis gar keine Vermoosung oder ein verdrecken der Anlage beobachten. Sie sieht immer noch so aus wie vorher. Der Regen wäscht sie immer schön sauber und auch eine Vermoosung ist noch nicht einmal ansatzweise zu entdecken.

Hier noch ein paar Tipps um die PV Analage zu pflegen:

http://de.blog.milkthesun.com/5-basis-tipps-fuer-solaranlagen-betreiber-so-halten-ihre-solarmodule-laenger/?utm_source=facebook&utm_medium=fanpage&utm_campaign=tipps_module

2. Leistungseinbußen durch Alter der PV Panels
Hier ein paar Details zu diesem Punkt.
http://www.solaranlage.eu/photovoltaik/technik-komponenten/solarmodule/degradation
Nach dem obigen Artikel habe ich pro Jahr ca. 0,5% weniger Ertrag durch die Alterung von den Solarmodulen. Das würde in meinem Rechenbeispiel bedeuten, dass ich rein rechnerisch im Jahr 2017 ca. 25kw/h weniger Ertrag als 2016 hätte. Nun, ich persönlich denke, dass dies irgendwie kaum greifbar ist. 25 kw/h weniger bedeutet über das ganze Jahr gerechnet einen sonnigen Tag weniger im Jahr. Da fürchte ich mich eher vor einem schlechten Sommer, als vor der Alterung der PV Module. Da ich ja hier auch Zinseffekte mit einrechne und zum Beispiel die Tilgung der Finanzierung nicht bis zum Schluss mit einberechne denke ich, dass die Alterung eher nur ein theoretisches Zahlenspiel ist und durch die nicht bis zum Ende geführte Zins/Tilgungsberechnung sich irgendwie egalisiert. Wer anderer Meinung ist, kann mir gerne das Gegenteil beweisen.

3. Eigenverbrauch vs. Einspeisung
Die Einspeisung von Strom lohnt sich meiner Meinung nach kaum bis gar nicht. Wir bekommen 12,5 ct pro kw/h für jede eingespeiste kw/h Strom. Wenn wir den Strom selbst verbrauchen sparen wir das Doppelte für jede selbst verbrauchte kw/h. Somit ist ganz klar: Nur durch Eigenverbrauch spart man und damit rechnet sich dann auch die PV Anlage. Sicherlich braucht man einen langen Atem, aber was soll's. Wir haben unsere PV Anlage so ausgerichtet, dass wir den ganzen Tag lang über die Sonne drauf haben. Ein Teil der Panels ist Richtung Süd/Ost und ein anderer Teil in Richtung Süd West ausgerichtet. Jetzt Mitte/Ende April haben wir ab 7.00 Uhr morgens bis 19:00 Uhr abends permanent die Sonne drauf und schaffen es sehr viel Strom selbst zu verbrauchen. Auch unser Verhalten den Strom zu verbrauchen hat sich geändert. Waschmaschine, Trockner & Co werden erst ab 10.00 Uhr eingeschaltet, geduscht wird nicht morgens oder abends sondern spontan auch mal mittags. Ich arbeite viel von zu Hause, was natürlich uns entgegen kommt und ich somit auch mal spontan die Waschmaschine an machen kann.

4.Stromverbrauch im Winter

Das ist ein Thema, welches vor allem in der Viebrockhaus Facebook Gruppe immer wieder für große Diskussionen führt. Das erstaunen ist groß, dass im Winter bzw. dann wenn es besonders kalt ist, die Wärmepumpe viel Strom verbraucht. Ja, das liegt in der Natur der Dinge. Ab einen gewissen Grad, schafft es die Wärmepumpe nicht mehr und es wird über einen Heizstab (Ähnliches Prinzip wie beim Wasserkocher) die Wärmeerzeugung unterstützt. Das ist nun mal das Prinzip mit der die Pumpe arbeitet. Sicherlich könnte man durch Erdwärme bzw. Solepumpe hier weniger Strom verbrauchen. Allerdings sollte man dann aber auch darauf gefasst sein, dass die Investition in diese Technologie noch mal ordentlich ist.

Wir hatten in diesem Winter im Januar einen Stromverbrauch von über 1000 kw/h. Im Februar hatten wir über 800 kw/h Strom verbraucht. Das ist viel, sogar sehr viel. Allerdings glaube ich an die Gesamtrechnung. Durch unsere PV Anlage sparen wir so viel Strom durch unseren Eigenverbrauch, so dass wir am Ende des Jahres durchaus eine positive Gesamtrechnung haben und wir weniger Strom verbrauchen, als vergleichbare Haushalte mit konventioneller Heizung und Strom dazu. Im letzten Jahr hatten wir von den Stadtwerken ca. 4900 kw/h an Strom bezogen. Das ist für einen 5 Personen Haushalt nicht schlecht und wir sind am Ende damit sehr zufrieden.

So, ich denke ich bin erst einmal am Ende mit meinen Ausführungen und freue mich natürlich über den einen oder anderen Kommentar.





Mittwoch, 9. März 2016

vorher vs. nachher

Kennt ihr die Vorher nachher Show, die es irgendwie in den frühen Neunziger gab mit Mareike Armado..? nun, heute habe ich mal etwas Ähnliches...aber von unserem Grundstück.


Bei Google Earth haben wir endlich neue Aufnahmen von unserem Grundstück gefunden. Diese sind vom letzten Jahr, wir vermuten mal irgendwann im Juli. Der Spielplatz für die Jungs war bereits da und den haben wir im Frühjahr aufgebaut. Auch waren bereits die Galaarbeiten fertig und der Rasen war angesät und man konnte den auch schon in den Ansätzen erkenne. Es war ja recht trocken im letzten Jahr und damit kann man ja auch sehen, dass der Rasen noch nicht so toll gewachsen ist. Wir hoffen ja ein bisschen auf dieses Jahr...

Nun, hier also die Vogelperspektive unseres Grundstückes, vorher:
 
und nachher:
 
Hier habe ich noch eine Kombination aus Planungsskizze und Übersichtsfoto aus Google Earth.
Im unteren Drittel des Bildes seht ihr quasi den Rohzustand, wie er in etwa bis Mitte 2013 existierte. Urwald, Wild gewachsene Kirschbäume und kein Durchkommen. Nur an bestimmten Stellen konnte man durchgehen. Das ganze Grundstück abzugehen war quasi unmöglich. Mit etwas Phantasie kann man den Walnussbaum im unteren Drittel des Grundstücks erkennen...das war's aber auch schon.
 
Oben ist die Planung wie ich sie vor dem Baugeschehen mit der ungefähren Position des Hauses auf dem Grundstück gemacht habe. Dazu ein paar Einzelheiten wie Stromversorgung des Gartens, welche aber in dieser Ausprägung nicht umgesetzt wurde. Hier wurde der Plan später geändert.
 
In der Mitte ist der aktuelle Stand (denke die Aufnahmen Foto stammen aus vom letzten Jahr(2015) im Sommer, als bereits die Galaarbeiten vorbei waren. Man kann sehr gut die Terrasse ums Haus herum erkennen und auch den Spielplatz der Jungs unterhalb des Hauses.
 
Tja, irgendwie hat die Planung ganz gut hingehauen würde ich mal sagen. Klar, alles kann man als Laie nicht planen, aber dafür finde ich ist es ganz gut geworden...
 

Mittwoch, 2. Dezember 2015

was riecht denn hier so komisch????

Eigentlich wollte ich den Bau blog ja schließen. Da aber immer wieder das Eine oder Andere passiert, dachte ich mir ich mach einfach weiter und somit öffne ich ihn einfach wieder :-).

Seit ein paar Wochen begleitet uns immer wieder ein merkwürdiger Geruch. Wir konnten weder sagen woher der kam bzw. wonach es roch...irgendwie sehr ekelig. Auch die Intensität des Geruchs war sehr unterschiedlich. Manchmal nur in der Küche, manchmal schon im Flur, manchmal weniger, manchmal mehr...

Wir machten uns auf die Suche eine Erklärung zu finden. Erst hatten wir den Verdacht, dass sich ein Tier beim Bau in die Lüftungsanlage verirrt hat und nun vergammelt. Hier haben wir alles "abgerochen" aber nichts gefunden. Ich habe mir eingebildet, dass der Geruch stärker ist, wenn die Heizung auf Hochtouren läuft. Wir haben mehrfach den Müll schon weggebracht, wenn er nur halb voll war und hatten auch den gelben Sack Müll in Verdacht....alles Nieten...Nächste Spurensuche: Lüftungszugänge im Wohnzimmer...vielleicht hat sich hier was verkrochen, bevor die Klappen verbaut worden sind...nein, nach Kontrolle auch nicht...

Dann eines Wochenende war es besonders schlimm. Ich kam morgens runter und der ganze Flur hat gestunken...nicht zum Aushalten. Also, wieder Spurensuche...In der Küche war es besonders schlimm...Also Mülleimer unter der Spüle komplett ausgebaut und gerochen ...hier kam mir dann der Geruch aus dem Abfluss entgegen und Problem gefunden. Der Geruchsverschluss vom Blindstopfen war falsch montiert. Das Rohr zum Abschluss fehlte und der Blindstopfen war einfach nur locker in das Rohr gesteckt, ohne dass ein entsprechendes Abschlusstück installiert wurde. Da kam dann durch den Unterdruck im Haus (Belüftungsanlage) aus der Hebeanlage der Geruch ins Haus.

So sieht der Übeltäter aus. Der Stopfen unten war einfach zu schmal und saß nur locker im Rohr.
Da hatten die Klempner (die ja bereits die Heizung falsch montiert hatten) erneut geschlampt. Somit kam dann, wenn die Heizung besonders stark lief und die Lüftungsanlage entsprechend auch, die Luft durch den nicht richtig installierten Geruchsverschluss. Und bei uns wird ja die Luft aus unserer Hebeanlage angesogen, sehr lecker...

Um der ganzen Sache Herr zu werden, haben wir erst mal eine Plastetüte genommen und über das Rohr gestülpt und mit Gummibändern fest gemacht.


Wir haben daraufhin mit dem Chef der Installationsfirma gesprochen, die damals den Installationsbetrieb als Subunternehmen beauftragt haben. Der ist dann auch ein paar Tage später gekommen und hat uns einen neuen Verschluss mitgebracht. Das wurde dann eingebaut und seitdem riecht es nicht mehr...

Jetzt sieht der Verschluss unten so aus:

Jetzt hoffen wir, das das Kapitel beendet ist. Der Chef von der Firma hat bei der Gelegenheit die Bedienungsanleitung für unsere Heizung und auch den Schlauch zum auffüllen der Fußbodenheizung mitgebracht.




Sonntag, 11. Oktober 2015

das Tor (und dieser Blog) schließt sich

Jetzt ist mittlerweile ein Jahr vergangen, seitdem die Bauarbeiten gestartet sind. Vor fast genau einem Jahr starteten die Bauaktivitäten und es wurden die Versorgungsleitungen auf unserem Grundstück verlegt. Nur ein, zwei Wochen später gingen die Erdarbeiten los. In Zuge dessen musste unser Tor weichen. Seitdem zieren unser Grundstück zwei Bauzäune als Eingang...

Jetzt sollte also noch unser altes Tor wieder seinen Platz einnehmen. Es ist nicht schön, aber zweckmäßig und bis ein neues kommt, reicht aber fürs Erste. Letzte Woche Sonnabend habe ich angefangen das Loch für den Stahlpfosten in den Schotter/Boden zu graben. Eine undankbare Aufgabe. Erst einmal musste ich mich durch ca. 30/40 cm Schotter und Split buddeln, der im Zuge der Baustraße aufgeschüttet und verfestigt wurde.

Danach gab es Erde die weg musste. Am Ende hatte ich ein ca. 70 cm tiefes Loch für den Stahlpfosten gebuddelt. So tief war der auch damals eingebuddelt.

Am Sonntag haben dann zwei Kumpels und ich 2 Sack Fertigbeton angerührt und den Pfosten wieder eingesetzt um eine entsprechende Standfestigkeit zu sichern. Den Pfosten genau auszurichten war nicht einfach, aber mein Kumpel Kay hat sehr viel Erfahrung. 

Er hat sein eigenes Haus bis auf dem Dachstuhl selbst gebaut. Jetzt steht der Pfosten Ultrafest für die nächsten kommenden Jahre. 

Gestern haben wir den verbleibenden Torflügel wieder eingehängt. 

Es steht jetzt wieder genau da, wo es die letzten 40 Jahre gestanden hat...einziger Unterschied...jetzt steht ein Haus hinterm Tor, was unser neues Zuhause ist.

Was soll ich sagen. Das Projekt ist damit quasi beendet. Sicherlich gibt es genug in den nächsten Jahren zu tun. Unsere Garage steht da noch auf der Liste und einiges mehr, aber alles mit der Zeit. Frei nach Sepp Herberger: "Nach dem Bauen ist vor dem Bauen".

P.S.: Vielen Dank an alle Mitleser...mittlerweile sind wir knapp bei 50.000 gezählten Zugriffen. Viel Glück auch allen zukünftigen Bauherren und vor allem die, die mit Viebrockhaus bauen wollen. Auch wenn vielleicht nicht immer alles glatt lief, Viebrockhaus hat immer versucht die Probleme zu lösen und hat es auch in Time & Budget geschafft unser Haus hinzustellen. Wenn man uns fragt: "Würdet ihr noch mal mit Viebrockhaus bauen?", gäbe es nur eine uneingeschränkte Antwort:

"Ja, alles Richtig gemacht !"


Montag, 10. August 2015

Der nächste Umzug...


...ist hinter uns. Únsere Kaninchen sind endlich aus Ihrem provisorischen Domizil (Garage) ausgezogen und in ihren neuen Kaninchenstall eingezogen.



Den Fußboden für den Stall haben wir Ende Juni zusammen mit 2 Kumpels gegossen. 35 Sack Fertigbeton haben für die 8 m² Bodenplatte ausgereicht.



Dann musste der Fußboden noch mehrere Wochen trocknen, weil Jenny danach eine Art Flüssigkunststoff aufgebracht hat. Danach wurden noch die Gitter angebracht, Dach drauf und Tür usw. Ende Juli war der Stall fertig und die beiden Kaninchen durften einziehen.

Ansonsten habe ich schon mehrfach unseren Rasen mit meinem Rasentraktor gemäht. Den habe ich bei Ebay Kleinanzeigen geschossen. Der Magnetschalter für den Anlasser ist zwar defekt, aber ansonsten in einem guten Zustand.

Es ist zwar ungemein trocken und der Rasen ist insbesondere unterhalb vom Haus nicht so prall aufgegangen, aber wir hoffen, dass es noch wird. Man sieht vor allem ums Haus herum, dass unsere Bemühungen beim Sprengen des Rasens Früchte getragen haben. Im September werden wir noch mal ordentlich nachsähen in der Hoffnung, dass es dann noch besser wird.


 

 

 

Samstag, 27. Juni 2015

4 Wochen und ca. 20 bis 30 qm³ Wasserverbrauch später...

...unser Rasen macht sich so langsam. Wir haben bis auf wenige Ausnahmen jeden Tag unseren Rasen ums Haus herum gesprengt. Es war bei uns einfach zu trocken. Also hies es Wasser marsch...In dieser Woche gab es endlich auch mal ergibige Regenfälle. In der Nacht von Montag auf Dienstag hat es ordentlich geregnet und auch von Freitag auf Sonnabend und heute Nachmittag hat es geregnet. Somit war es feucht genug und wir mussten mal nicht sprengen.

Jenny hat das erste mal den Rasen oben etwas mähen können. So langsam wird es und wir sind sehr froh darüber. Wenn es sonst regnet hatten wir nur Schlamm und Erde an unseren Schuhen. Mittlerweile können wir sogar über Rasen laufen :-)....es wird also...



Das sieht schon alles richtig gut aus. Wir hoffen, wenn wir ordentlich mähen, dass der Rasen schön dicht wird. Hier und da ist es noch etwas löchrig aber das wird schon.

Und das nächste Projekt ist schon am Start. Unsere Kaninchen sind zur Zeit in ihrem Übergangsquartier in einer der Garagen untergebracht. Dort sollen sie bis Augsut raus. Daher bauen wir gerade einen Kaninchenstall. Das Grundgerüst steht schon. Morgen werden ich gemeinsam mit 2 Kumpels den Boden erstellen. Dazu wurden 40 Sack Estrichbeton geliefert.


 Grundgerüst ohne Kantensteine

Grundgerüst mit Kantensteine...

Donnerstag, 4. Juni 2015

Es werde Grün...

Unser Galabauer hat über Pfingsten die letzten Arbeiten gemacht. Vor Pfingsten kam der Bagger wieder und es wurde ordentlich Erde angeliefert. Diese wurde dann verteilt und Rasen gesäht. So sieht es jetzt bei uns aus...



Was fällt auf...ja, Erde. Es fehlt das Grün. Auch unterhalb vom Haus, da wo die Galabauer schon länger fertig sind, sieht es nicht unbedingt besser aus. Da ist es zwar schon grün, aber ehrlich gesagt ist das meiste Unkraut und weniger Rasen. Somit ist unser Garten für alle noch nicht so optimal zu nutzen...es staubt ordentlich und unsere Hunde können zwar toben, aber dann nur mit ordentlichen Kollateralschaden.

Wir wohnen am Nord-Ost Rand des Harzes und sind somit oft im Regenschatten des Harzes und des Brockens. Dadurch haben wir relativ wenig Regen. Und wenn es mal regnet kommt oft nicht soviel an. So wie auch dieses Jahr. Es ist generell zu trocken, kaum Regen. Daher haben wir jetzt der Trockenheit den Kampf angesagt. Es wird massiv mit Wasser gesprengt. Wir haben dazu uns noch einen zusätzlichen Schlauch und Beregner ausgeliehen. Einen Kreisregner hatten wir schon und durch die Zisterne und die Pumpe erreichen wir hier auch eine schöne Reichweite. Auch haben wir eine kleine Eigenkonstruktion gebaut mit der wir von der Terrasse einen Großteil der neu geschaffenen Fläche erreichen. 
Wir haben einfach eine Plastetonne mit Kies gefüllt und darin dann unseren Kreisregner gesteckt. Funktioniert super...und es zeigt schon Wirkung. Die ersten zarten Grashalme kommen schon. Die nächsten Tage bleibt es warm und das ist für unseren Rasen natürlich super...wir hoffen das dadurch unser Rasen dann massiv kommt...